Sonntag, 7. Februar 2010

Ankunft in Recoleta



Beim Einchecken hatte man uns schon einen Zweierplatz reserviert, die Überraschung war dann beim Einsteigen sehr groß, als wir feststellten, daß es zum Wiedergutmachungsprogramm der Air France gehört, überbuchte Passagiere dann später auf die Businessklasse abzugraden. Überhaupt ist der Service der Air France um Längen besser als der der Iberia, mit der wir letztes Jahr schon eimal den gleichen Weg geflogen waren.




Mit einem Paukenschlag begann die heutige Reise, als eine Lufthusche mit zwei auf Dauerbetrieb geschalteten Sprühflaschen, hoch in den Händen haltend, durch die Maschine lief und mit dieser Prozedur für frische Luft sorgte.


Wir versanken in unseren Polstern und konnten diesmal nach dem ausgezeichneten Lunch sogar ein wenig schlafen. Trotz Businessclass, wahrscheinlich sogar in der ersten Klasse, sind 13 Stunden Flug eine Tortur.


Die Agentur über die wir unsere hiesige Wohnung gemietet hatten, hat einen Abholservice vom Flughafen organisiert und streßfrei kamen wir gegen Mittag in unserem Appartement in Recoleta an. Dieser Stadtteil in Buenos Aires ist etwas gediegener als Palermo, wo wir letztes Mal gewohnt haben. - Palermo ist der Bezirk der jugendlichen Upper Class, am ehesten vergleichbar mit Berlin Mitte. Recoleta ist da mehr das Charlottenburg. Etwas gesetzter mit sehr vielen alten Damen mit rotgeschminkten Lippen, vornehmer Blässe und eigener Zugehfrau. Hier ist auch der berühmte Friedhof mit dem Grab von Evita Peron. Für uns als Wanderburschen ist dies auch der zentralere Ausgangspunkt für Exkursionen.


Das Appartement ist leidlich schön, wenn man von ein paar kleineren Mängeln absieht. Nun gut, wir brauchen beim Duschen nicht von Strahl zu Strahl zu springen, die Klimaanlage funktioniert gut und WiFi gibt's auch. Und was das Beste ist - wir haben einen herrlichen Balkon.




Als erstes füllten wir unseren Kühlschrank und kauften eine kleine Espressomacchinetta. Später am frühen Abend noch ein Steak im benachbarten Restaurant Rigoletto (Rodríguez Peña 1291) und dann fielen wir in einen sehr erholsamen Tiefschlaf.

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